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Ein Stück Schwäbische Alb
Infozentrum

Gestütsmuseum Offenhausen und Klosterkirche

Gomadingen

Inmitten des Gestütshofs Offenhausen, direkt an der Lauterquelle, steht die im 14. Jahrhundert erbaute gotische Kirche des ehemaligen Dominikanerinnenklosters "Maria Gnadenzell". Das Kloster wurde von seinen Gründern und dem gesamten benachbarten Adel als Versorgungseinrichtung für die unverheirateten weiblichen Angehörigen verstanden. Das Leben der Nonnen bestand aus Stillschweigen, Gebet und Sühne für die Seelen. 1534 wurde das Kloster als Folge der Reformation zu einem landwirtschaftlichen Großbetrieb umgewandelt, der die Zucht von Pferden, Maultieren und Seidenraupen zum Ziel hatte.

In dieser Zeit wurde die Kirche über 170 Jahre lang als landwirtschaftliche Lagerhalle genutzt. Heute ist auf zwei Stockwerken ein Museum eingerichtet. Das Museum ist auch Teil des Netzwerks von Informationszentren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Wie das Leben in einem Kloster aussah und wie die Klöster nach der Reformation weitergenutzt wurden, kann man im 1. Stock des Museums erfahren. Verschiedene wechselnde Kunstausstellungen, die sich mit dem Motiv Pferd befassen, stellen im Jahresablauf besondere Höhepunkte dar. Die hervorragende Akustik in der ehemaligen Kirche wird im Rahmen von Konzerten genutzt. Die Entstehung des Haupt- und Landgestüts Marbach, die Berufe und die Bedeutung für die heutige Pferdezucht im Biosphärengebiet Schwäbische Alb werden dem Besucher im Erdgeschoß anschaulich erklärt. Man lernt Bairactar, den Begründer der weltberühmten Weil-Marbacher-Vollblutaraberzucht, und Julmond, den Trakehnerhengst, kennen.

Informative und interessante Filme geben Einblick in den Marbacher Gestütsalltag. Ein Gang zur naheliegenden Lauterquelle rundet den Besuch des Gestütshofes Offenhausen ab. Direkt neben der Lauterquelle stehen die Reste der im 14. Jahrhundert erbauten Klostermühle, an die im 19. Jahrhundert ein Pumphaus angebaut wurde, um die Wasserversorgung des Landgestüts zu gewährleisten. Diese Anlage wurde 1975 stillgelegt und 2006 wieder in Betrieb genommen und versorgt heute ca. 20 Haushalte mit Strom.

Gestütsmuseum Offenhausen und Klosterkirche
Öffnungszeiten

Geöffnet von Mitte Mai bis 01. November

  • Dienstag bis Freitag: 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
  • Samstag: 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr
  • Sonn- und Feiertage: 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr
  • Außerhalb der Öffnungszeiten sind Gruppen nach Voranmeldung willkommen.

Kontakt

Gestütsmuseum Offenhausen und Klosterkirche
72534 Gomadingen
Telefon: 07385 9696-33
E-Mail: info@gomadingen.de
Website: http://www.gomadingen.de

Anreise nach Gomadingen

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