11.03.2019

Neue Sonderausstellung im Osterei-Museum Sonnenbühl

Mithilfe der alten Zuckerhasenformen erschuf Gabriele Braun aus Gips diese niedlichen Lämmer und bemalte sie dann in Rot und Silber.

Die Exponate für die neue Sonderausstellung des Osterei-Museums stellen die leidenschaftlichen Sammler Hannelore und Jürgen Pintscher aus Esslingen zur Verfügung.

Alles aus einem Guss

Zuckersüß präsentiert sich das erste Osterei-Museum auf der Schwäbischen Alb in diesem Jahr. Historische Druckguss- und Weißblechformen für Zucker- und Schokohasen schmücken die Vitrinen der Sonderausstellung „Süßes zum Osterfest – Schoko, Zucker und Biskuit in Form gebracht“ und erinnern an eine alte Handwerkskunst.

Hasen und Lämmer in besonderer Form zu Gast in Sonnenbühl – rund 80 große und kleine Motivformen veranschaulichen eindrücklich, wie die beliebten Süßigkeiten aus Schokolade und Zucker einst von Hand hergestellt wurden. Die Exponate für das Gießen der Leckereien stellen Jürgen und Hannelore Pintscher aus Esslingen zur Verfügung. Die beiden Endsechziger sind dem Museum im Ortsteil Erpfingen schon lange sehr verbunden und als leidenschaftliche Sammler für alles, was mit dem Osterbrauch zu tun hat, besitzen sie auch eine beachtliche Zahl unterschiedlicher Gussformen. Darunter einige Schokohasenformen aus Weißblech, die im frühen 20. Jahrhundert hergestellt wurden und aus der Blechwarenfabrik Anton Reiche in Dresden den Weg ins Schwabenland gefunden haben. Neben den vielgestaltigen Ausführungen ist das Ehepaar, das seit 30 Jahren seinen Bestand ständig vergrößert, besonders von der filigranen Handarbeit begeistert. „Sogar feinste Härchen lassen sich auf den Hasen erkennen“, erklärt Jürgen Pintscher. Die älteste Form, die ausgestellt wird, ist von 1880, die jüngste von 1940. Kurz danach wurden die Weißblech- und Druckgussformen von Alternativen aus Kunststoff abgelöst, wie sie noch heute genutzt werden. Ebenfalls beliebt als Motiv ist das klassische Osterlamm. Hannelore Pintscher ist mit der Herstellung des Biskuitgebäcks bestens vertraut. Allerdings ist die Weißblechform, die sie verwendet nicht topmodern, sondern rund 100 Jahre alt ist.

Hase und Lamm als Ostersymbol

Dass der Osterhase in diesem Jahr einmal in anderer Form seinen Weg in das Osterei-Museum gefunden hat, freut Leiterin Anna Barkefeld: „Mit dem Thema der historischen Gussformen wollen wir vor allem Erinnerungen an vergangene Traditionen wecken. Das Ehepaar Pintscher hat eine beeindruckende Sammlung, die es lohnt, ausgestellt und bewundert zu werden.“ Passend zu den Ausstellungsstücken werden ebenfalls tierisch gestaltete Ei-Exponate zu sehen sein. Denn Hasen und Lämmer sind auch für die Eierkunst beliebte Motive. Während das Lamm als Christussymbol gilt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt, wie Meister Lampe zum Osterfest kam und warum er die Eier bringt. Eine Überlieferung besagt, dass der Hase unter anderem als Symbol der Auferstehung gilt, da ihm die Eigenschaft zugeschrieben wird, nie zu schlafen.

Jede Menge weitere Informationen rund um den Osterbrauch hält das Museum, das letztes Jahr seinen 25. Geburtstag feierte, außerdem bereit. In der Dauerausstellung warten rund 1.000 filigran und eindrucksvoll gestaltete Ei-Kunstwerke darauf von den Besuchern entdeckt zu werden. Darunter ist auch der Dauerbrenner und Liebling der Osterei-Museum-Fans: Das Coca-Cola-Ei im Pop-Art-Stil mit originalem Schriftzug und echter Aufreißlasche.

www.ostereimuseum.de

Öffnungszeiten des Osterei-Museums:

16. März bis 10. Juni :            Dienstag bis Samstag, 10 bis 17 Uhr

                                               Sonntag und Feiertag, 11 bis 17 Uhr

                                               Montags geschlossen, außer Ostermontag und Pfingstmontag

Zum Vormerken:        16. März bis 22. April: Kunsthandwerklicher Ostermarkt

                                    23. bis 28. April: Frühlingsmarkt

Eintrittspreise:

Erwachsene 4,50 Euro (ermäßigt 3,50 Euro); Kinder zwischen 6 und 14 Jahren 2,50 Euro; Familienkarte 10 Euro

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