Der Bauwurm der Äbte – Ein Streifzug durch das Zwiefalter Klostergebiet
Der Geschichtsverein Zwiefalten beginnt seine Vortragsreihe in diesem Jahr am 29.April 2016 um 19.30 Uhr im Peterstor mit einem Vortrag von Frau Dr. Irmtraud Betz-Wischnath, der früheren Kreisarchivarin in Reutlingen, mit einem baugeschichtlichen Thema, das die Zwiefalter Bürger und jene aus der Umgebung anspricht.
Zahlreiche historische Gebäude zeugen noch heute von der regen Bautätigkeit der Zwiefalter Äbte. Die Baukunst der beauftragten Architekten und Handwerker prägt noch heute Zwiefalten und Umgebung auf einzigartige Weise.
Der dreißigjährige Krieg hat in unserer Region die meisten Dörfer verwüstet und die Bevölkerung vertrieben. Nach dem Friedensschluss war viel Aufbauarbeit zu leisten, eine Aufgabe, der sich die Äbte seit 1650 bis zur Auflösung des Klosters mit viel Energie stellten. In den Dörfern ließen sie Kirchen renovieren oder neu erbauen. Selbst der kleinste Weiler erhielt wenigstens eine Kapelle. Es entstanden aber auch repräsentative Wirtschaftsgebäude wie Zehntscheunen oder Mühlen. Repräsentative und qualitätvoll ausgestattete Gebäude waren aber auch Ausdruck der erstarkenden Bewegung der Gegenreformation. Mit vielen neuen und einigen historischen Aufnahmen suchen wir jeden ehemals zwiefaltischen Ort auf und treffen überall auf Gebäude, die von der Bautätigkeit der Äbte zeugen.
