Die neue Ausgabe Marktleben: Gasträume - So nah und so weit
Im Restaurant & Landhotel Winter in Gomadingen-Offenhausen kann man viel Abstand zum Alltäglichen finden – ohne dafür weit reisen zu müssen.
Die Luft hier oben, die Ruhe. Durchatmen. Es ist nicht entscheidend, wie lange Sie hier oben sind, denn die Zeit läuft hier sowieso anders. Hier weitet sich der Raum, hier ist der Himmel höher.
Ein guter Gastgeber beherrscht die Kunst, jemanden sich dort zu Hause fühlen zu lassen, wo er es nicht ist. Dass das Anja Winter, ihrer Familie und ihrem Team so gut gelingt, liegt wohl daran, dass sie es so gerne tun. Wenn sie sagt: „Für uns ist das alles hier unser Zuhause“, dann spürt man den Unterschied zwischen einem großen und einem familiengeführten Hotel. Die Chefin macht hier alles, ist da, bedient, fragt nach, sorgt dafür, dass alles passt, und arbeitet dabei Hand in Hand mit einem Team aus insgesamt 15 Personen.
Auf der Höhe der Zeit
Seit die Familie Winter das Landhotel von Dietmar Gulewitsch im Jahr 2016 übernommen hat, hat sich viel geändert, und dabei ist doch auch vieles gleich geblieben. Küchenmeister Gulewitsch war einer der Pioniere, die das Tourismus-Potential der Schwäbischen Alb erkannten. Er verband hohe Kochkunst mit heimischer Küche und half, die wunderbare Landschaft der Alb für den Tourismus zu erschließen.
Die gute Küche, das Bewusstsein für die Schätze der Region, das wird von der Familie Winter mit viel Herzblut und Engagement weitergeführt. Aber das Landhotel hat sich verändert: Viel wurde inves-tiert, alles atmet eine moderne Frische und ein lockeres Flair, wie es dem Wesen der Winters entspricht.
Sämtliche Zimmer sind frisch renoviert, aber nicht nur chic, sondern auch sehr gemütlich. Die Gaststube ist modern mit einem edlen Touch. Die unterschiedlichen Möbel in Empfang und Bar- bereich zeigen, dass das alles hier langsam und mit viel Individualität zusammenkam.
Nach Ausbildung und Studium kam Anja Winter 2018 in den elterlichen Betrieb, dessen Federführung sie im letzten Jahr zusammen mit ihrer Mutter Margit Winter übernommen hat. Ihr Partner, Hannes Heinemann, teilt ihre Leidenschaft für das Gastgewerbe, gibt der Öffentlichkeitsarbeit Profil und schreibt die stimmungsvollen Newsletter und Instagram-Posts. Ihr Bruder Marc betreibt nur wenige Meter entfernt den Gestütsgasthof.
Beide Geschwister, Anja und Marc Winter, sind gastronomische Vollprofis, bilden nicht nur aus, sondern gehören auch dem IHK-Prüfungsausschuss an. Trotzdem werden wichtige Entscheidungen immer innerhalb der Familie getroffen.
Feine Küche
Die moderne Küche ist heimatverbunden, aber nicht gewöhnlich, und verwöhnt Sie natürlich auch, wenn Sie nicht im Hotel wohnen. Eine echte, ehrliche Küche, in der Nudeln, Saucen, und überhaupt alles (außer den Pommes) selbst gemacht ist. Viele Zutaten kommen aus der Region – von Partner-betrieben wie der Bäckerei Glocker oder dem Kartoffelbauern Marc Wörz – und immer wieder ist darunter auch mal ein ganzes Lamm oder ein Zicklein, das dann außerhalb der üblichen Speisekarte angeboten wird.
„Ich weiß gar nicht, was für ein Hype um „From nose to tail“ gemacht wird“, fragt sich Senior-Inhaber und Chefkoch Klaus Winter, „wir haben schon immer das ganze Tier verwertet.“ Das Wild im Restaurant stammt aus eigener Jagd oder von befreundeten Jägern.
Sehr viel Einfallsreichtum zeigen die Winters mit ihren Veranstaltungen. Ob „Brunch und Pool“, Grill-Event, Wild- oder Wein-Abend, hier kommen Gourmets auf ihre Kosten. Und das gilt natürlich auch für Familien- oder Firmenfeiern, für deren Gäste 22 Zimmer zur Verfügung stehen. Für Tagungen dient ein gut ausgerüsteter Seminarraum für bis zu 40 Personen.
Mit ihrer Weinkarte geben die Winters einen Einblick in das, was deutsche Weine können. Da wurde schon mancher umgestimmt, der auf Italiener oder Franzosen fixiert war. Das High-Fife-Menü bietet fünf Gänge mit jeweils passenden Weinen an, eine Entdeckungsreise für Geschmacksliebhaber. Aber reisen kann man auf der Alb natürlich nicht nur im übertragenen Sinn.
Raue Schönheit
Ob zu Fuß oder mit dem Rad, die Schwäbische Alb hat viel zu bieten. Als Gast des Landhotels ist man mittendrin im Biosphärengebiet Schwäbische Alb und erhält bei der Ankunft die Alb-Card, mit der unzählige Attraktionen kostenfrei besucht werden können: Schlösser, Museen, Bäder, und auch eine Fahrt mit der Schwäbischen Alb-Bahn vom unweit gelegenen Offenhausener Bahnhof ist dabei.
„Unglaublich, was ihr hier alles habt“, staunen Gäste, die von weit herkommen. Aber auch wer aus der näheren Gegend kommt, hat meist längst noch nicht alles gesehen und besucht. Das Besondere an der Schwäbischen Alb ist ja ihre Vielfalt. Da sind Felder, Berge, Schluchten, Wacholderheiden, perfekt ausgeschilderte Rad- und Wanderwege mit Aussichtspunkten und Rastplätzen, da sind Ruinen und Schlösser und unzählige andere Attraktionen.
Pure Entspannung
Zurück im Hotel lockt dann nicht nur das gute Essen, das als Halbpension für Vegetarier, Fleisch- und Fischliebhaber gebucht werden kann, sondern als besonderer Höhepunkt der beheizte 14-Meter-Außenpool, den die Firma Hans Klein aus Schlierbach harmonisch in den Hotelgarten eingefügt hat. Zusammen mit der schnuckligen Sauna ein Wohlfühlprogramm, das einen schon in kurzer Zeit zu einem neuen Menschen macht.
Ein Urlaubskonzept, das viele Anhänger finden wird: Eine kurze – und damit ökologisch gute – Anfahrt, eine Heimatverbundenheit, die viel Neues entdecken lässt, und ein freundlicher, sehr gutgelaunter Service, den man gerne auch länger als nur ein paar Tage genießt. Und man entdeckt: Wie weit man vom Alltag wegkommt, hat nichts mit Kilometern oder Flugstunden zu tun, es geht auch so nah!



