Mythos Schwäbische Alb
16.11.2011

Eine neue Vermarktungs-Initiative

„Querfeldein“ und doch mitten drin

Wer Wert auf gutes und gesundes Essen legt, der greift nicht ins anonyme Regal eines Supermarktes, sondern versorgt sich mit Lebensmitteln aus heimischem Anbau. Man weiß, was man hat und woher sie kommen. Dieses Bewusstsein wächst und das Bedürfnis, sich gesund zu ernähren, bewegt immer mehr Menschen. Daraus ist die neue Initiative „Querfeldein“ entstanden, der sich eine ganze Reihe heimischer Produzenten von Lebensmitteln aller Art angeschlossen haben.

„Lebensmittel neu entdecken“, heißt der Slogan, mit dem die Initiative nicht nur um Kunden wirbt, sondern auch die Hersteller auffordert, sich der Idee anzuschließen. „Ein mühsames Geschäft“, wie einer derInitiatoren, der Designer Nico Hensel, feststellt. Bei ihm reifte der Gedanke, sich auf diesem Gebiet zu engagieren, schon vor einigen Jahren. Er ging mit dieser Idee zu Landrat Hermann Mader, einem ausgewiesenen Fan und Unterstützer heimischer Produkte – und stieß natürlich auf offene Ohren. Michael Setzen, Wirtschaftsförderer beim Landratsamt Heidenheim, freut sich, die neue Qualitäts-Bewegung mit aufs Gleis gehoben zu haben. Man habe sich am Anfang zwar „die Zähne ausgebissen“, aber dank der Mitarbeit des Pressehauses sei es nun gelungen, eine ordentliche Zahl von Produzenten und Selbstvermarktern mit ins Boot zu holen.

Am Dienstag, 11.Oktober, und am Dienstag, 8. November 2011 , erschienen erstmals übersichtliche Listen und Angebote der „Querfeldein“-Teilnehmer in den Tageszeitungen. Immerhin beteiligten sich 23 Landwirte, Bäckereien, Metzgereien, Gaststädten, Schäfer, Imker und weitere Hersteller von Lebensmitteln an der Aktion. Jeden Monat soll nun eine Auflistung der heimischen Produzenten und ihres Angebots in den Heideneimer Tageszeitungen erscheinen. „Unser Ansatz ist es, ein nachhaltiges Angebot zu schaffen“, sagt Michael Setzen. Er hoffe, dass sich weitere regionale Betriebe zu einer Teilnahme entschließen. Die Kooperation zwischen dem Landratsamt, dem Pressehaus und der Kreissparkasse, die sich als Sponsor beteiligt, sei vorbildlich.

Auch über die Veröffentlichungen in den Tageszeitungen hinaus soll die Bevölkerung mit speziellen Werbeartikeln auf die Aktion aufmerksam gemacht werden. Nico Hensel, freier Mitarbeiter bei der Agentur „Graustich“, hat dafür einige Ideen. „Ich koche selber gerne und lege Wert auf hochwertige Lebensmittel“, meint Hensel, der den Begriff „Querfeldein“ bereits als Marke beim Patentamt angemeldet hat.

So richtig in die Gänge gekommen und in größerem Rahmen vorgestellt wurde die Initiative vor wenigen Wochen beim SWR4-Hörerfest im Brenzpark. Er wisse, so Hensel, dass die Produzenten heimischer Lebensmittel die Vermarktung ihrer Produkte nicht selbst in die Hand nehmen können. „Dafür haben sie einfach keine Zeit“. Jetzt biete sich ihnen die Möglichkeit, öffentlich und für wenig Geld im Rahmen einer Zeitungsanzeige oder auf der Internet-Plattform (www.querfeldein.org) in Erscheinung zu treten. „Die Reaktionen von Teilnehmern und aus der Bevölkerung sind bisher nur positiv“, so Hensel. Er hofft, dass sich „Querfeldein“ weiter etabliert und dadurch auch das Bewusstsein für qualitativ hochwertige Produkte zunimmt. Denn: „In Deutschland schauen die meisten Menschen beim Kauf von Lebensmitteln nur auf den Preis - mit nicht selten fatalen Folgen“. (nopf)

Quelle:
Michael Setzen
Landratsamt Heidenheim
Wirtschaftsförderer
Telefon 07321.3212595
m.setzen@landkreis-heidenheim.de

Datum

16.11.2011