Öffnungszeiten, Ausstellungen und Veranstaltungen der Reutlinger Museen am Feiertag Christi Himmelfahrt, 9. Mai
Kunstmuseum, Heimatmuseum und Naturkundemuseum sind am Feiertag Christi Himmelfahrt von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Das vielfältige Ausstellungsprogramm passt besonders gut in den Frühling.
Im Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus sind die „Historienschnitte“ des Künstlers Florian Haas zu sehen: Bis zu 14 Meter lange Panoramabilder setzt er aus wimmelnden Linolschnitt-Blättern zusammen. Aus einer persönlichen Perspektive und mit viel Lust am bissigen Detail greifen sie kontroverse Themen zwischen Bienensterben und Corona als zeitgenössischen Totentanz auf (bis 28. Juli).
Die Sammlungspräsentation „Holz. Skulptur, Relief und Arbeiten auf Papier“ im Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus präsentiert sechs unterschiedliche künstlerische Ansätze, die schier grenzenlose Ausdrucksvielfalt des Werkmaterials Holz zu nutzen: Gezeigt werden Arbeiten der Bildhauerin und Zeichnerin Martine Andernach, des Malers, Zeichners und Installationskünstlers Felix Droese, Arbeiten aus der fotografischen und bild-plastischen Zusammenarbeit zwischen Ulrich Görlich und Olaf Metzel, des Holzschneiders Matthias Mansen, des Bildhauers Rolf Wicker sowie des Malers, Zeichners und Objektkünstlers Christian Wulffen (bis 23. Juni).
Entspannung oder geselligen Austausch finden Sie auch am Feiertag in unserem „Baumhaus – Lounge & Art Space“! Es ist zu den Öffnungszeiten des Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus kostenfrei zugänglich. Der Eintritt in die Ausstellungen ist während des aktuellen Ausstellungsumbaus im Kunstmuseum Reutlingen | konkret und | Galerie in den Wandel-Hallen für alle Besucher*innen ermäßigt (4 Euro).
Das Heimatmuseum zeigt die Geschichte der ehemaligen Freien Reichsstadt Reutlingen. Über fünf Stockwerke hinweg veranschaulichen Objekte das Leben der Menschen in der Stadt vom 13. bis ins 20. Jahrhundert. Im Anschluss an den Museumsbesuch lädt der blühende Garten des Museums mit seinen gemütlichen Bänken zur Entspannung ein. Umgeben von den ehemaligen Klostermauern sind Fragmente der Marienkirche, historische Grabmäler aus dem Mittelalter und der Renaissance, Sühnekreuze und verschiedene Steinportale zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Das Naturkundemuseum zeigt neben der Dauerausstellung zur Naturgeschichte der Erde, des Lebens und der Region die Sonderausstellung „Rhythm of Nature“ der vielfach preisgekrönten Fotografin Sandra Bartocha. Ihr gelingt mit Bildern die Gefühle eines Moments in der Natur zu vermitteln: den Duft einer Blumenwiese, das Flüstern von Schilfhalmen im Wind oder die Kälte von Eis. Mit ihrem untrüglichen Gespür, Magie im Alltäglichen zu entdecken – im Licht, das auf dem Wasser tanzt, im stillen Zug der Wolken oder in den zarten Strukturen einer Blüte – holt sie den Betrachter mitten hinein in das Geschehen. Ihre Motive findet sie in ihrer direkten Umgebung, die auch wir täglich und immer wieder anders erleben können. Denn beständig ist in der Natur nur der Wandel. Er vollzieht sich in Kreisläufen wie dem Wechsel der Jahreszeiten, dem Turnus von Tag und Nacht oder dem Zyklus des Lebens. Die Fotografien von Sandra Bartocha zeigen die Essenz des Augenblicks, das Große, das sich im Kleinen verbirgt, den Zauber des Subtilen.
Um 15 Uhr führt zudem der Biologe Thomas Klingseis unter dem Thema „Paradiese vor der Haustür – Streuobstwiesen und ihre Bewohner“ durch die Dauerausstellung. Im Frühling blühen sie in voller Pracht, im Herbst geben sie reiche Ernte. Streuobstwiesen bieten aber noch viel mehr. Sie beheimaten rund 7.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten und zählen damit zu den Hotspots der Biodiversität in Europa. Durch ihren mehrschichtigen Aufbau aus hochstämmigen Obstbäumen und krautigem Unterwuchs sind sie besonders vielfältig strukturiert. Ein Mosaik unterschiedlicher Nischen und Kleinlebensräume ist in dieser jahrhundertealten Kulturlandschaft zu finden sowie ein breit gefächertes Angebot an Nahrung, Wohnstätten und Rückzugsmöglichkeiten.
Der Eintritt ins Naturkundemuseum und die Teilnahme an der Führung sind kostenfrei. Gruppen werden gebeten, ihren Besuch im Museum anzumelden (Tel. 07121/303-2022).





