Öffnungszeiten, Ausstellungen und Veranstaltungen der Reutlinger Museen am Maifeiertag, 1. Mai
Kunstmuseum, Heimatmuseum und Naturkundemuseum sind am Maifeiertag, dem Tag der Arbeit, geöffnet. Es erwartet Sie ein vielfältiges Ausstellungsprogramm. Am Feiertag sind die Reutlinger Museen von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Ausstellung der „Historienschnitte“ von Florian Haas hat das Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus in einen begehbaren Erlebnisraum verwandelt. Seine bis zu 14 Meter langen Panoramen setzen sich aus eng bedruckten Papierbahnen zusammen. Aus einer persönlichen Perspektive und mit viel Lust am bissigen Detail greifen sie brisante Themen zwischen Bienensterben und Corona als zeitgenössischen Totentanz auf (bis 28. Juli).
Im Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus ist die Sammlungspräsentation „Holz. Skulptur, Relief und Arbeiten auf Papier“ zu sehen. Sechs unterschiedliche Ansätze offenbaren die schier grenzenlose Ausdrucksvielfalt des Werkmaterials: Gezeigt werden Arbeiten der Bildhauerin und Zeichnerin Martine Andernach, des Malers, Zeichners und Installationskünstlers Felix Droese, Arbeiten aus der fotografischen und bild-plastischen Zusammenarbeit zwischen Ulrich Görlich und Olaf Metzel, des Holzschneiders Matthias Mansen, des Bildhauers Rolf Wicker sowie des Malers, Zeichners und Objektkünstlers Christian Wulffen (bis 23. Juni).
Entspannung oder geselligen Austausch finden Sie auch am Feiertag in unserem „Baumhaus – Lounge & Art Space“! Es ist zu den Öffnungszeiten des Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus für alle kostenfrei zugänglich. Der Eintritt in die Ausstellungen ist während des Ausstellungsumbaus im Kunstmuseum Reutlingen | konkret in den Wandel-Hallen für alle Besucher*innen ermäßigt (4 Euro).
Gleich am ersten Donnerstag im Mai (02. Mai) können Sie um 18 Uhr den Künstler Matthias Mansen zum Gespräch in der Ausstellung „Holz. Skulptur, Relief und Arbeiten auf Papier“ antreffen. Die Teilnahme kostet 3 Euro, Eintritt inklusive.
Im Heimatmuseum gibt es ab dem 1. Mai einen neuen „Ein.Blick“ zu sehen. Diesmal stehen Dachziegel aus den historischen Gebäuden Oberamteistraße 28–32 im Mittelpunkt. Aus den Gebäuden sind viele Ziegelreste als Füllmaterial in Wänden und Böden ans Tageslicht gekommen. Zudem wurden verschiedene Dachziegel abgenommen, die meisten leider ohne Herstellernachweis. Die erhaltenen Ziegelbeschriftungen zeigen neben dem Herstellungsort Reutlingen eine gewisse Entfernung verschiedener Ziegelhersteller zur Stadt. Neben dem Ziegelwerk in Schorndorf sind die Orte Waiblingen und Stuttgart zweifelsfrei zu identifizieren. Den historischen Ziegeln wird ein moderner Glasziegel des neuen Eckgebäudes Oberamteistraße 34 gegenübergestellt, das sich gerade im Bau befindet. Die Biberschwanzziegel aus geglühtem, klaren Kalknatronglas aus einer französischen Manufaktur werden nicht nur das Dach, sondern die gesamte Fassade decken und damit die historische Baulücke im Stadtbild Reutlingens durch ein einzigartiges architektonisches Bauwerk von transluzider Materialität schließen. Der „Ein.Blick“ ist im 3. Obergeschoss zu sehen, der Eintritt ist frei.
Neben der Dauerausstellung zur Naturgeschichte der Erde, des Lebens und der Region wird im Naturkundemuseum die Sonderausstellung „Rhythm of Nature“ der vielfach preisgekrönten Fotografin Sandra Bartocha geboten. Ihr gelingt mit Bildern die Gefühle eines Moments in der Natur zu vermitteln: den Duft einer Blumenwiese, das Flüstern von Schilfhalmen im Wind oder die Kälte von Eis. Mit ihrem untrüglichen Gespür, Magie im Alltäglichen zu entdecken – im Licht, das auf dem Wasser tanzt, im stillen Zug der Wolken oder in den zarten Strukturen einer Blüte – holt sie den Betrachter mitten hinein in das Geschehen. Ihre Motive findet sie in ihrer direkten Umgebung, die auch wir täglich und immer wieder anders erleben können. Denn beständig ist in der Natur nur der Wandel. Er vollzieht sich in Kreisläufen wie dem Wechsel der Jahreszeiten, dem Turnus von Tag und Nacht oder dem Zyklus des Lebens. Die Fotografien von Sandra Bartocha zeigen die Essenz des Augenblicks, das Große, das sich im Kleinen verbirgt, den Zauber des Subtilen.
Der Eintritt ins Naturkundemuseum ist frei. Gruppen werden gebeten, ihren Besuch im Museum anzumelden (Tel. 07121/303-2022).





