Mythos Schwäbische Alb
15.05.2024

Öffnungszeiten, Ausstellungen und Veranstaltungen der Reutlinger Museen an den Pfingstfeiertagen, 19./20. Mai

Sandra Bartocha, „A Summer’s Tale“,Fotografie.

Kunstmuseum, Heimatmuseum und Naturkundemuseum sind an den Feiertagen Pfingstsonntag und Pfingstmontag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Am Pfingstsonntag, 19. Mai, feiert die Welt den 47. Internationalen Museumstag. Dazu veranstalten Naturkunde-, Heimat- und Kunstmuseum von 14 bis 17 Uhr eine gemeinsame Rallye für die ganze Familie, die durch alle drei Häuser führt. Die Teilnehmer*innen gestalten nach und nach ein Skizzenbuch und füllen es mit Inhalten. Los geht‘s im Naturkundemuseum zum Thema Frühling und Vögel, weiter ins Heimatmuseum zu Tieren mit besonderer Bedeutung und abschließend ins Kunstmuseum zur kreativen Verarbeitung der Eindrücke in der Druckwerkstatt. Die Teilnahme und der Eintritt in alle Museen sind kostenfrei.

Die gemeinsame Rallye wird gefördert durch WirWunder, die Plattform der Sparkassen-Finanzgruppe für das Gemeinwohl in Deutschland in Kooperation mit betterplace.

Im Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus sind die „Historienschnitte“ des Künstlers Florian Haas zu sehen: Bis zu 14 Meter lange Panoramabilder setzt er aus wimmelnden Linolschnitt-Blättern zusammen. Aus einer persönlichen Perspektive und mit viel Lust am bissigen Detail greifen sie kontroverse Themen zwischen Bienensterben und Corona als zeitgenössischen Totentanz auf (bis 28. Juli).

Die Sammlungspräsentation „Holz. Skulptur, Relief und Arbeiten auf Papier“ im Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus präsentiert sechs unterschiedliche künstlerische Ansätze, die schier grenzenlose Ausdrucksvielfalt des Werkmaterials Holz zu nutzen: Gezeigt werden Arbeiten der Bildhauerin und Zeichnerin Martine Andernach, des Malers, Zeichners und Installationskünstlers Felix Droese, Arbeiten aus der fotografischen und bild-plastischen Zusammenarbeit zwischen Ulrich Görlich und Olaf Metzel, des Holzschneiders Matthias Mansen, des Bildhauers Rolf Wicker sowie des Malers, Zeichners und Objektkünstlers Christian Wulffen (bis 23. Juni).

Mit einer großen Sammlungsausstellung erinnert das Kunstmuseum Reutlingen | konkret an den aus Frankreich stammenden Maler Bernard Aubertin (1935–2015). Seit 1958 arbeitete er monochrom mit roter Farbe. Als Mitglied der Gruppe Zero wurde der Künstler auch durch seinen performativen Einsatz von Feuer bekannt, bevor er in über zwanzig Jahren in Reutlingen seine größten seriellen Werke schuf („Bernard Aubertin: Rouge et plus, bis 20. Oktober).

Entspannung oder geselligen Austausch finden Besucher*innen in unserem „Baumhaus – Lounge & Art Space“. Es ist zu den Öffnungszeiten des Kunstmuseum Reutlingen | Spendhauskostenfrei zugänglich. Das Kombiticket für alle Ausstellungen in Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus und | konkret in den Wandel-Hallen kostet 7 Euro (ermäßigt 4 Euro). Am Internationalen Museumstag ist der Eintritt für alle Besucher*innen frei.

An Pfingsten jährt sich ein wichtiges Ereignis der Reutlinger Stadtgeschichte zum 175. Mal: Die Reutlinger Pfingstversammlung 1849. Das Heimatmuseum zeigt aus diesem Anlass eine neue Sonderausstellung, die den Begriff der „Freiheit“ in den Mittelpunkt stellt. Für welche Freiheiten setzten sich die Menschen in der Revolution 1848 und auf der Pfingstversammlung ein? Was wurde in der Revolution erkämpft und wie ging es danach weiter? Und was heißt Freiheit für uns heute? Die Ausstellung bietet spannende Einblicke in die bewegte Zeit 1848/49 und regt zum Nachdenken und Austausch über den Begriff „Freiheit“ an. An Pfingstsonntag, dem Internationalen Museumstag, ist der Eintritt frei. An den übrigen Tagen kostet der Eintritt 3 Euro (ermäßigt 1,50 Euro), Kinder bis 14 Jahre frei.

Das Museum ‚Im Dorf‘ in Betzingen hat am Pfingstsonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet und zeigt neben der Sonderausstellung „44 Jahre Fasnet in Betzingen“ interessante Details aus dem ländlichen Leben Ende des 19. Jahrhunderts. Der Eintritt ist frei.

Das Naturkundemuseum zeigt neben der Dauerausstellung zur Naturgeschichte der Erde, des Lebens und der Region die Sonderausstellung „Rhythm of Nature“ der vielfach preisgekrönten Fotografin Sandra Bartocha. Ihr gelingt es, mit Bildern die Gefühle eines Moments in der Natur zu vermitteln: den Duft einer Blumenwiese, das Flüstern von Schilfhalmen im Wind oder die Kälte von Eis. Mit ihrem untrüglichen Gespür, Magie im Alltäglichen zu entdecken – im Licht, das auf dem Wasser tanzt, im stillen Zug der Wolken oder in den zarten Strukturen einer Blüte – holt sie den Betrachter mitten hinein in das Geschehen. Ihre Motive findet sie in ihrer direkten Umgebung, die auch wir täglich und immer wieder anders erleben können. Denn beständig ist in der Natur nur der Wandel. Er vollzieht sich in Kreisläufen wie dem Wechsel der Jahreszeiten, dem Turnus von Tag und Nacht oder dem Zyklus des Lebens. Die Fotografien von Sandra Bartocha zeigen die Essenz des Augenblicks, das Große, das sich im Kleinen verbirgt, den Zauber des Subtilen. Der Eintritt ist frei.

Datum

15.05.2024