„Schmetterlinge sind die Seele unserer Landschaft und deren Schutz ein Wirtschaftsfaktor“
Vortrag von Günter Künkele im Biosphärenzentrum Schwäbische
Alb
Das Zitat von Günter Künkele, bekannter Fotograf und Autor zahlreicher Bücher über den ehemaligen Truppenübungsplatz, das Biosphärengebiet und die Schwäbische Alb, wird den roten Faden der Veranstaltung „Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Raum für Menschen - und für Schmetterlinge!“ bilden. Der Vortrag am Dienstag, 28. Februar im Biosphärenzentrum Schwäbische Alb beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt 5 Euro.
Schmetterlinge in der Stadt und im Dorf, im Garten und in der freien Natur erfreuen viele Menschen. Schmetterlingshäuser mit exotischen Faltern, die man sonst nur bei Auslandsreisen in tropische Länder zu sehen bekommt, locken viele Besucher an. Im Mittelmeergebiet erfreuen sich Touristen am Erdbeerbaumfalter oder lassen sich extra von Guides ins türkische „Butterfly-Valley“ bei Fethiye zur Schmetterlingsschau im Freiland führen.
Doch wie sieht es im UNESCO-Biosphärenreservat Schwäbische Alb aus? Ist es bereits „attraktives Schmetterlingsland“ oder kann es vielleicht zu einem solchen werden? Bekommen die „bunten Gaukler“ ausreichend Lebensräume und Lebensrecht? Was kann jede Kommune und jeder Gartenbesitzer tun, damit unsere heimischen Falter wieder öfter zu sehen sind? Der Einsatz für die Schmetterlinge trägt nicht nur zur Artenvielfalt im Biosphärengebiet bei, sondern ist auch ein Mehrwert für den heimischen Tourismus. „Schmetterlingsschutz ist ein Wirtschaftsfaktor und trägt gleichzeitig zum Schutz der biologischen Vielfalt bei“, so Günter Künkele, der lange Jahre ehrenamtlicher Vorsitzender des Bund-Naturschutz-Alb-Neckar e.V. war und Naturschutzwart in allen am Biosphärengebiet beteiligten Landkreisen ist. „Wenn wir allein den rund 100 Tagfaltern im Biosphärengebiet ein dauerhaftes Überleben sichern, bewahren wir rund 10.000 weitere Insektenarten vor dem Aussterben.“, so Künkele weiter. Inzwischen stehen mehr als drei Viertel aller Tagfalterarten in Baden-Württemberg auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Auch viele Nachtfalter sind gefährdet. Naturschutzorganisationen haben daher einen der größten und farbenprächtigsten einheimischen Nachtfalter, das „Kleine Nachtpfauenauge“, zum Schmetterling des Jahres 2012 gekürt. Wer ihn im Biosphärengebiet noch nicht gesehen hat, kann dies beim Vortrag von Günter Künkele nachholen und mehr über die unauffällige Lebensweise dieser kurzlebigen Schönheit erfahren.
Der Eintritt beträgt 5 Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das komplette Winterprogramm 2011 / 2012 des Biosphärenzentrums Schwäbische Alb gibt es unter www.biosphaerenzentrum-alb.de oder es kann unter Tel. 07381 9329381-31 angefordert werden.
Quelle: Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Tel.: 07381 932938-21
