Schwäbische Alb goes Internet war gestern
Faktisch deutlich über eine Million Übernachtungen verzeichnete der Landkreis im vergangenen Jahr, berichtete gestern im Verwaltungsausschuss des Kreistags Erster Landesbeamter Hans-Jürgen Stede.
Schwäbische Alb goes Internet war gestern - inzwischen mit Facebookseite und YouTube-Kanal. Seit Ende 2011 hat die Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb eine neue kostenlose <link aktuelles einzelansicht artikel traumtouren-fuer-die-hosentasche _blank>Applikation ("App") für Smartphones, berichtete gestern Geschäftsführer Wolfgang Schütz. Damit eröffnet sich diesen internetfähigen Handys die gesammelte Tourismus-Information des Kreises. "Wir sind bundesweit der erste Landkreis, der diese Infos dreisprachig anbietet", sagte Schütz stolz. Die virtuelle Präsenz werde laufend perfektioniert. Über einen Anbieter werden touristische Infos und Kontakte von der lokalen bis zur Landesebene vernetzt. "Man mag dazu stehen, wie man will", so Landrat Thomas Reumann, aber "das ist ein Zeichen der Zeit, dem wir uns stellen müssen."
Schütz bekam von den Räten für die Arbeit des Verbands - neben neuen Medien auch <link service broschueren _blank>Broschüren, Publikationen, Präsenz auf Messen und Schulung von Leistungsträgern und Anbietern - uneingeschränktes Lob. Allerdings merkte Dieter Winkler (CDU) an, dass man ob all der Aktivitäten die bestehenden klassischen Ferienorte mit einer Auslastung von nur gut 20 Prozent nicht aus den Augen verlieren dürfe.
Hier aber, so Schütz, seien die Betriebe gefragt: "Ohne gelegentliche Reinvestition lässt das Interesse der Gäste nach." Neue Akzente werden verlangt, auch manchem Ausflugsziel und <link erleben kultur-erfahren museen _blank>Museum "täte ein wenig frischer Wind gut", empfahl er.
Dabei ist Hans-Jürgen Stede als Tourismus-Zuständiger im Landratsamt mit der bisherigen Bilanz schon zufrieden. Das Statistische Landesamt vermeldet für 2011 fast 959 000 Übernachtungen im Kreis und damit 3,4 Prozent mehr als 2010. Weil Betriebe mit weniger als acht Betten nicht gezählt werden, liegt die Zahl geschätzt um zehn Prozent höher und damit "faktisch deutlich über einer Million", so Stede. Und 2012 begann viel versprechend: Für Januar und Februar wurde ein Plus von über 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr gezählt.
Die Ankünfte stiegen um 6,4 Prozent auf 322 000. Überdurchschnittlich der Zuwachs ausländischer Gäste mit elf Prozent bei Ankünften und 14 Prozent bei Übernachtungen. Neben den Gewinnern - Münsingen plus 45 Prozent, Reutlingen und Metzingen plus sieben Prozent bei Übernachtungen - zählt Bad Urach zu den Verlierern mit minus 2,7 Prozent. Aber nur, weil bei der Reha gespart wird und weil Juhe, Stift und Rehazentrum wegen Umbauarbeiten einige Zeit nicht am Markt waren. Allein durch Umbauzeiten fehlten dem Kreis hier rund 18 000 Übernachtungen oder zwei Prozent der Gesamtzahl im Kreis.
Quelle: Südwestpresse Reutlinger Nachrichten„ÄÄ