UNESCO Geopark Schwäbische Alb mit neuer Leitung - Geologin Iris Bohnacker übernimmt
Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb hat eine neue Geschäftsführerin: Seit dem 1. März 2026 leitet die Dipl.-Geologin Iris Bohnacker die Geschäftsstelle des Geoparks in Schelklingen. Der Vorsitzende des Geoparks, Schelklingens Bürgermeister Ulrich Ruckh, begrüßte sie offiziell in ihrer neuen Funktion.
Bohnacker ist dem Geopark seit vielen Jahren eng verbunden. Seit 2017 arbeitet die Diplom-Geologin in der Geschäftsstelle des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb und war während dieser Zeit an zahlreichen Projekten und Entwicklungen beteiligt. Die Region, ihre geologischen Besonderheiten sowie die Strukturen und Partner des Geoparks kennt sie daher bestens.
Der Vorsitzende Ulrich Ruckh betont: „Mit Iris Bohnacker übernimmt eine ausgewiesene Fachfrau die Geschäftsführung. Sie kennt den Geopark, seine Partner und seine Ziele sehr genau. Wir freuen uns, dass sie diese verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt und die erfolgreiche Arbeit des Geoparks weiterführt.“
Von Blaubeuren zur Geologie
Iris Bohnacker ist in Blaubeuren geboren und aufgewachsen. Die besondere Landschaft ihrer Heimat weckte früh ihr Interesse für geowissenschaftliche Themen. Für ihr Studium zog sie nach Freiburg, wo sie Geologie und Paläontologie studierte und als Diplom-Geologin abschloss. In Blaubeuren sammelte sie Erfahrungen im Tourismus, wo sie unter anderem beim Aufbau der Tourismusinformation beteiligt war. Im Urgeschichtlichen Museum wirkte sie in verschiedenen Projekten mit und vermittelte in der Museumspädagogik den engen Zusammenhang zwischen Landschaft und Welterbe.
„Mich fasziniert die außergewöhnliche Geodiversität der Schwäbischen Alb – von der höhlenreichen Karstlandschaft mit der Donauversickerung, über die einzigartigen Fossilien des Posidonienschiefers, den Albtrauf bis hin zum Schwäbischen Vulkan, und sogar einem perfekt erhaltenen Meteoritenkrater bei Steinheim am Albuch“, begeistert sich Iris Bohnacker.
Bildung stärken und den Geopark sichtbarer machen
Seit ihrem Einstieg beim Geopark hat sich die Einrichtung deutlich weiterentwickelt. Besonders der Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hat stark an Bedeutung gewonnen. 2025 wurde dafür erstmals eine Vollzeitstelle geschaffen. Möglich wurde dies durch die institutionelle Förderung des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Seit 2017 ist das Team der Geschäftsstelle zudem von drei auf fünf Stellen gewachsen.
Neue Wege im Geopark
Künftig sollen unter anderem neue Angebote für Familien entstehen, die Kinder früh für Natur- und Erdwissenschaften begeistern. Ein Beispiel dafür ist die bereits sehr erfolgreiche Höhlenforscherkarte, die viele Familien anspricht. Gleichzeitig möchte der Geopark seine Bekanntheit weiter steigern. Den Auftakt bildet der neue Imagefilm des Geoparks „Im Fluss der Zeit“, der in der Mediathek des Geoparks auf der Webseite angesehen werden kann. Im Frühjahr startet zudem eine groß angelegte Kampagne auf der Schwäbischen Alb – ein aufmerksamer Blick im öffentlichen Raum könnte sich lohnen.
Warum der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb wichtig ist, bringt die neue Geschäftsführerin so auf den Punkt: „UNESCO-Geoparks sind weltweit eng miteinander vernetzt. Sie verbinden Menschen vor Ort mit Partnern aus ganz Europa und darüber hinaus – mit dem gemeinsamen Ziel, Bewusstsein für unser erdgeschichtliches Erbe zu schaffen, es zu bewahren und als eine Grundlage für nachhaltigen Tourismus in Wert zu setzen.“
