UNESCO-Welterbe – Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb
Einladung zum Bildvortrag am Dienstag, 07.11.2017 um 18.00 Uhr im Großen Sitzungssaal (Raum W 101) des Regierungspräsidiums Tübingen
Das Ortskuratorium Neckar-Alb der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setzt seine eingeführte Vortragsreihe zu Denkmalschutzthemen im Regierungspräsidium fort und konnte für das diesjährige Thema Herrn Conny Meister vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart gewinnen.
Conny Meister M.Sc. hat an den Universitäten Tübingen und Kapstadt Archäologie studiert und ist seit 2012 beim Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) tätig. Gemeinsam mit Herrn Dr. Stephan M. Heidenreich (LAD) und Prof. Claus-Joachim Kind (LAD), hat er den Welterbeantrag bearbeitet und ist aktuell für das Management des Welterbes "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" zuständig.
In Höhlen der Schwäbischen Alb wurden die ältesten figürlichen Kunstobjekte und Musikinstrumente der Menschheit entdeckt. Im Juli 2017 wurden die sechs Höhlenfundstellen und die sie umgebende Landschaft aufgrund ihrer einzigartigen Funde in die Liste der UNESCO-Welterbestätten eingetragen.
Conny Meister präsentiert in seinem Vortrag unter anderem die wenige Zentimeter großen Elfenbeinschnitzereien, die Menschen und Tiere der Eiszeit sowie Mischwesen aus Mensch und Tier darstellen. Auch die aus den Höhlen stammenden Schmuckgegenstände wie Elfenbeinperlen und durchlochte Tierzahnanhänger werden thematisiert. Die ältesten Musikinstrumente der Welt liegen in Form von Flöten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein vor. Die Funde sind ca. 40.000 Jahre alt und wurden in den Fundstellen Geißenklösterle, Hohle Fels und Sirgenstein im Achtal sowie Vogelherdhöhle, Hohlenstein Stadel-Höhle und Bocksteinhöhle im Lonetal entdeckt.
Die sechs Höhlen liegen allesamt im Lone- und Achtal und stellen aufgrund ihrer singulären Konzentration von altsteinzeitlichen Fundplätzen außergewöhnliche Fundlandschaften eiszeitlicher Jäger und Sammler dar. Landschaft, Höhlen und Funde gewähren besondere Einblicke in die Lebensund Glaubenswelten früher Jäger- und Sammlerkulturen. Die Region war nachweislich ein zentrales Siedlungsareal der frühesten modernen Menschen in Europa. Conny Meister wird in seinem Vortrag neben Hintergrund und Bedeutung dieser einzigartigen Fundstücke, auch die Höhlen und die umgebende Landschaft beleuchten sowie den Weg der Nominierung bis hin zur Welterbeeinschreibung nachzeichnen.
Die Veranstaltung ist öffentlich, so dass Sie gerne auch Freunde und Bekannte auf den Vortrag aufmerksam machen und mitbringen dürfen.
