Vom Gerberhandwerk zur Lederindustrie
Die Familie Ammer und der Aufbruch in die Moderne.
Anlässlich der 150-jährigen Gründung der Lederfabrik Ernst Ammer erinnert das Heimatmuseum mit zwei besonderen Sammlungsobjekten an eine der bedeutendsten Handwerkszünfte Reutlingens: Die Gerberei. Über Jahrhunderte prägten Gerber das Leben und das Stadtbild der ehemaligen Reichsstadt, bevor Familien wie die Ammer den Schritt vom traditionellen Handwerk in die industrielle Lederfertigung wagten.
Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die Darstellung eines Gerbers bei der Arbeit an einem Gerberbaum, an dem die Tierhaut bearbeitet wurde, sowie ein bedruckter Lederstreifen, der das Markenlogo der berühmten Ammer-Vache trägt. Anhand dieser beiden Objekte erzählt das Museum die Geschichte eines außergewöhnlichen Wandels: von der handwerklichen Lederherstellung zur industriellen Produktion, die Reutlingen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte.
Die kleine Präsentation lädt dazu ein, ein bedeutendes Kapitel der Reutlinger Wirtschafts- und Industriegeschichte neu zu entdecken.
Der Ein.Blick ist mit weiteren Informationen im Heimatmuseum bis Ende Oktober zu sehen. Der Eintritt ins Heimatmuseum ist nach dem Ermessen der Besucherinnen und Besucher in freiwilliger Höhe.
