15.09.2020

Alte Streuobstsorten im Lebensmitteleinzelhandel

Goldpermäne, Foto: Walter Hartmann

Weitere alte Streuobstsorten sind ab Mitte September in ausgewählten Märkten zu finden.

Im August wurde die Apfelsorte Jakob Fischer als erste Streuobstsorte in die Märkte geliefert. Die Nachfrage war enorm und die Äpfel innerhalb weniger Tage ausverkauft. Nun folgen weitere Sorten.

Ab Mitte/Ende September finden Verbraucherinnen und Verbraucher weitere Sorten wie Kaiser Wilhelm, Goldparmäne und Kardinal Bea sowie den sehr saftigen Berner Rosenapfel in den Obstregalen teilnehmender Märkte. Natürlich nur solange der Vorrat reicht!

Kaiser Wilhelm oder auch Wilhelmsapfel genannt, wurde 1864 in einem Gutsgarten bei Burscheid in Nordrhein-Westfalen entdeckt und ist ein optimaler Tafel-, Saft- und Kuchenapfel da er gut gelagert werden kann. Aufgrund seines hohen Polyphenolgehalts ist er für viele Allergiker gut verträglich.
Auch die Sorte Goldparmäne, die um 1510 in der Normandie als Zufallssämling entstand, ist ein wohlschmeckender saftiger Tafelapfel, der sich aber auch zum Backen gut eignet. Die Goldparmäne ist ebenfalls lagerfähig und für viele Allergiker gut bekömmlich. Die Sorte Kardinal Bea kommt ursprünglich aus dem Kreis Esslingen und ist ein süßfruchtiger Tafelapfel mit wenig Säure, der aber auch gut für Kuchen verwendet werden kann. Der Berner Rosenapfel überzeugt als Tafelapfel mit seiner schönen Farbe und seinem aromatischen Geschmack. Außerdem ist er sehr saftig.

Auf Grund regionaler Unterschiede werden die alten Sorten in einige Märkte etwas später angeboten. Eine Übersicht der teilnehmenden Märkte und der verfügbaren Sorten ist auf der Homepage des Schwäbischen Streuobstparadieses zu finden. (www.streuobstparadies.de)

Die Äpfel stammen aus dem Vereinsgebiet des Schwäbischen Streuobstparadieses und kommen über kurze Wege direkt von der Obstwiese zum Verbraucher. Mit dem Kauf und Verzehr der Äpfel wird ein direkter Beitrag zum Erhalt der landschaftsprägenden Streuobstwiesen geleistet!  

In folgenden Märkten sind die alten Sorten erhältlich:

  • EDEKA Hacker in Weil im Schönbuch, Waldenbuch, Altdorf und Grafenau-Döffingen
  • REWE Fritz auf dem Flugfeld in Böblingen/Sindelfingen
  • EDEKA Möck in Reutlingen-Hohbuch, Reutlingen-Betzgenried und Gomaringen
  • EDEKA Koch-Märkte in Rosenfeld, Balingen, Bisingen und Meßstetten
  • EDEKA Koch in Schömberg
  • EDEKA Gebauer in Geislingen und Filderstadt-Bonlanden
     

Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V.

Die Streuobstwiesen zwischen Alb und Neckar bilden mit rund 26.000 ha eine der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaften Europas. Die 1,5 Millionen Obstbäume im Schwäbischen Streuobstparadies sind zu jeder Jahreszeit ein besonderer Genuss. Die jahrhundertealte Landschaft Streuobstwiese ist darüber hinaus ein besonderer Kulturschatz und verfügt über eine enorme Vielzahl an Brennereien und Mostereien, Lehrpfaden, Obstfesten, spannende Museen u.v.m.. Darüber hinaus prägen Streuobstwiesen unsere Landschaft und sind Lebensraum für über 5.000 Tier- und Pflanzenarten sowie Naherholungsgebiet für Jung und Alt. 

Annähernd 300 Akteure aus den Landkreisen Böblingen, Göppingen, Esslingen, Reutlingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis haben sich im Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. zusammengeschlossen, mit dem Ziel diesen Schatz zu erhalten und zu vermarkten. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich in Bad Urach.

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