Bei ALB-GOLD werden Kröten von Mitarbeitern und regionalen Gruppen gerettet - Positive Bilanz am Krötenzaun
Mit dem Abbau des Amphibienschutzzauns an der Klaus-Freidler-Straße endete letzte Woche die Hilfestellung während der diesjährigen Amphibienwanderung am ALB-GOLD Kundenzentrum in Trochtelfingen. In den vergangenen fünf Wochen konnten über 670 Amphibien sicher über die Straße zu ihren Laichgewässern gebracht werden. Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich damit der positive Trend bei den Bestandszahlen fort. Bereits seit 2014 läuft dieses regionale Umweltengagement des Familienunternehmens.
Kontinuierliche Zunahme seit vier Jahren
Vom 2. April bis 8. Mai wurden 136 Erdkröten, 510 Berg- und Teichmolche, 21 Grünfrösche sowie 4 Grasfrösche erfasst. Im Vorjahr lag die Zahl der geretteten Tiere noch über zwanzig Prozent niedriger bei 545. Die kontinuierliche Zunahme gilt als erfreuliches Signal für die Entwicklung der regionalen Amphibienpopulation.
Getragen wurde die Aktion erneut von den Mitarbeitenden des Nudelherstellers und einem breiten Engagement aus der Region. Beteiligt waren sechs Klassen der Werdenbergschule Trochtelfingen, zwei Gruppen des Urschel-Kindergartens aus Pfullingen, die Grundschulförderklasse Kleinengstingen sowie der Kindergarten Steinhilben.
„Das war eine tolle Aktion unserer Mitarbeitenden und der Gruppen aus der Region“, sagt Lena Stuhlinger, die als Nachhaltigkeitsmanagerin die Aktion leitet. „Solche Projekte zeigen, dass wir Verantwortung für unser Umfeld übernehmen und uns als guter Nachbar in der Region engagieren.“
Naturschutz und Umweltbildung
Der Amphibienschutzzaun verhindert während der Wanderungszeit, dass die Tiere direkt auf die Straße gelangen. Stattdessen werden sie in Eimern gesammelt, gezählt und sicher auf die andere Straßenseite gebracht. Die Daten werden anschließend an den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weitergeleitet und fließen in die langfristige Beobachtung der Bestände im Landkreis Reutlingen ein.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Umweltbildung. Kinder und Jugendliche erleben den Naturschutz vor Ort und lernen heimische Arten aus nächster Nähe kennen.
„Wir merken deutlich, dass das Interesse der Schulen und Kindergärten stetig wächst“, so Lena Stuhlinger weiter. „Viele Einrichtungen kommen gezielt auf uns zu, weil sie Umweltbildung praktisch und anschaulich vermitteln möchten.“
Mit dem Abbau des Zauns endet eine erfolgreiche Saison, die zeigt, wie regionales Engagement, Umweltinformation und Artenschutz wirkungsvoll zusammengehen können.





