Mythos Schwäbische Alb
11.05.2026

Landkreis Reutlingen plant Ladeinfrastruktur und Carsharing – Bürgerinnen und Bürger sind gefragt

Foto: E-Autos an einer Ladesäule (Fotoquelle: Landratsamt Reutlingen)

Der Landkreis Reutlingen arbeitet derzeit an einem Konzept für den Ausbau der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum und prüft dabei zugleich mögliche Standorte für Carsharing-Angebote. Ziel ist es, die Mobilität im Landkreis zukunftsfähig weiterzuentwickeln und die Voraussetzungen für die Antriebswende zu verbessern. Die Mobilitätsberatung EcoLibro, die bereits andere Kommunen in vergleichbaren Prozessen begleitet hat, unterstützt den Landkreis bei dem Vorhaben.

Bei der Entwicklung des Konzepts, setzt der Landkreis Reutlingen auch auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger: Sie haben bis zum 14.06.2026 die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Online-Bürgerbeteiligung mit eigenen Ideen und Hinweisen einzubringen. Auf einer interaktiven Karte können Teilnehmende mit wenigen Klicks Vorschläge für Standorte von Ladesäulen oder Carsharing-Stationen eintragen.

Die eingehenden Hinweise werden ausgewertet, geprüft und fließen ggf. in den weiteren Planungsprozess sowie in den schrittweisen Ausbau des Mobilitätsangebots im Landkreis ein. Mit der Beteiligung möchte der Landkreis Reutlingen möglichst viele Perspektiven aus der Bevölkerung aufnehmen. Eine zukunftsfähige Mobilität kann nur gelingen, wenn sie sich an den Bedürfnissen vor Ort orientiert.

Um Elektromobilität und neue Mobilitätsangebote sinnvoll auszubauen, braucht es gute Rahmenbedingungen und eine Planung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert. Neben Lademöglichkeiten zu Hause und am Arbeitsplatz, spielen dabei auch öffentliche Ladepunkte eine wichtige Rolle, insbesondere dort, wo private Möglichkeiten nur eingeschränkt vorhanden sind. Gleichzeitig kann Carsharing eine sinnvolle Ergänzung zum eigenen Auto sein, vor allem an gut erreichbaren und zentralen Standorten.

Geeignete Flächen für Ladeinfrastruktur finden sich unter anderem im privaten Bereich, etwa an Garagen und Stellplätzen, aber auch auf Parkflächen von Supermärkten und Geschäften. Auf kommunalen Flächen kommen insbesondere Parkhäuser, Parkplätze und Tiefgaragen infrage. Für Carsharing-Stationen sind vor allem gut sichtbare, gut erreichbare Standorte im Wohnumfeld, an Mobilitätsknotenpunkten oder in zentralen Ortslagen von Bedeutung.

Herausfordernd ist der Ausbau insbesondere in dicht bebauten Straßenräumen, in denen bereits heute viele Fahrzeuge am Fahrbahnrand parken. Dort ist der Platz oft knapp, und das Laden per Kabel kann zur Gefährdung für Füßgängerinnen und Fußgänger werden. Umso wichtiger ist es, vorhandene Flächen sinnvoll und abgestimmt zu nutzen.

Über den folgenden Link geht es zur Online-Bürgerbeteiligung: https://s2survey.net/wunschladesaeule_carsharing_lkr/

Datum

11.05.2026