Die Reutlinger Museen am Tag der deutschen Einheit – 3. Oktober 2025
Am Tag der deutschen Einheit, 3. Oktober 2025, laden die Reutlinger Museen zu vielfältigen Ausstellungen und Veranstaltungen ein. Die Öffnungszeiten sind von 11:00 bis 18:00 Uhr im Kunstmuseum, Heimatmuseum und Naturkundemuseum) und von 14:00 bis 17.00 Uhr im Industriemagazin.
Tagesaktuelle Informationen entnehmen Sie bitte den Websites der Museen.
Im Spendhaus zeigt das Kunstmuseum Reutlingen auf zwei Etagen HAP Grieshabers Arbeiten zum Bauernkrieg, einem Lebensthema des Künstlers. Vor 50 Jahren war ihm das mangelnde Interesse in der BRD am Bauernkriegsjubiläum ein Ärgernis, das mit dem „Bauernkriegsengel“ und der Mappe „Dran dran weil ir tag habt“ zur künstlerischen Tat wurde. In der Ausstellung („Das Politische schneiden. HAP Grieshaber und der Bauernkrieg“ werden Holzschnitte, Entwürfe, Malbriefe und Maquetten in Bezug zu Teilen der großformatigen ‚documenta-Wand‘ gesetzt.
Kinder ab 5 Jahren gehen am Samstag (4. Oktober) gemeinsam mit Kunstvermittlerin Chiara Krause auf Entdeckungsreise im Kunstmuseum und werden selbst zu kleinen Künstler:innen (die kleinen kleckse, 11:30 - 13:00 Uhr, nur mit Anmeldung unter kunstmuseum@reutlingen.de oder Tel. 07121/303-2322).
Für alle, die sich zu zweit mit HAP Grieshabers Lieblingstechnik beschäftigen – und vor allem selber drucken – wollen, gibt es am Sonntag (5. Oktober) den beliebten Familiensonntag in der Druckwerkstatt im Spendhaus (15:00 - 17:00 Uhr, ohne Anmeldung).
Vier Positionen aus Norditalien vereint die poetische Gruppenausstellung „Falscher Marmor und glühende Sterne“ von Kunstmuseum Reutlingen | konkret in den Wandel-Hallen. Neben den bekannten Arte Povera-Größen Marco Gastini, Giuseppe Spagnulo und Gilberto Zorio ist das Werk der aufstrebenden Mailänder Künstlerin Linda Carrara zu entdecken. Bei allen vieren spielen die künstlerische Geste, das den Materialien bereits innewohnende Ausdruckspotential wie auch elementare Erfahrungen etwa mit Erde und Wasser, Feuer und Luft, Zeit und Raum eine wichtige Rolle.
Der Eintritt in die Ausstellungen in Spendhaus und Wandel-Hallen kostet als Kombiticket 7,00 Euro.
Im Industriemagazin stehen am 3. Oktober Kinder ab 6 Jahren und Familien im Mittelpunkt. Beim Maus-Türöffner-Tag („Türen auf mit der Maus“) können kleine und große Besucher:innen Industriegeschichte mit allen Sinnen erleben. In der alten Fabrikhalle riecht es nach Arbeit und die Maschinen aus früheren Zeiten machen viel Lärm. Bei einem Spieleparcour lassen sich an verschiedenen Stationen die Industriebereiche Textil und Metall entdecken. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Ausstellung "Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Die lustigen Geschichten hinter Redensarten" im Heimatmuseum geht am Wochenende des 3. Oktober zu Ende – nur noch bis einschließlich Sonntag, 5. Oktober, ist sie zu sehen. Sie erfreut sich beim Publikum großer Beliebtheit. Es wurde schon viel gelacht, gerätselt und gefachsimpelt in der Ausstellung, die auf lustige und anschauliche Weise zeigt, wo unsere Redensarten und Sprichwörter herkommen.
Aufgrund der großen Nachfrage wird es noch zwei weitere öffentliche Führungen durch die Ausstellung geben: Am Samstag, 4. Oktober um 15.00 Uhr und am Sonntag, 5. Oktober, um 11.15 Uhr lädt die Kulturwissenschaftlerin Dr. Astrid Wendt noch einmal ein, mit ihr auf vergnügliche Weise die spannende, zuweilen kuriose und vor allem unterhaltsame Welt der Sprichwörter und Redensarten zu entdecken. Die Führung kostet 5,- € inkl. Eintritt (ermäßigt 3,- €). Aufgrund der begrenzten Teilnehmeranzahl ist eine telefonische Anmeldung dieses Mal möglich und empfohlen (07121-303 2867 und 07121-303 2050).
Das Naturkundemuseum zeigt die Naturgeschichte der Erde, des Lebens und der Region sowie die Sonderausstellung „Winter Wale – Fotografien von Audun Rikardsen“. Auf dem Höhepunkt des nordischen Winters, wenn die Sonne nur kurz am Horizont erscheint, findet in den Fjorden Norwegens ein unvergleichliches Naturschauspiel statt: Millionen von Heringen ziehen in die flachen Küstengewässer, um dort zu laichen. Angelockt von diesem unermesslichen Nahrungsangebot versammeln sich in den Fjorden Heerscharen von Raubfischen, Möwen, Seeadlern, Robben und Wale. Der Norweger Audun Rikardsen, Professor für Süßwasser- und Meeresbiologie sowie vielfach preisgekrönter Naturfotograf, hat das Verhalten und die archaische Schönheit dieser Giganten der Meere in einzigartigen Bildern festgehalten. Dem passionierten Taucher und Umweltschützer gelang es dabei auch, bislang ungesehene Szenen aus dem Interessenkonflikt zwischen lokalen Fischern und jagenden Walen zu fotografieren, die um den Hering konkurrieren. Die Ausstellung spiegelt zudem die vielseitigen Begabungen Audun Rikardsens wider: ein fundiertes Wissen über seine Motive, ein ausgeprägter Sinn für Ästhetik sowie besondere technische Fertigkeiten. Um die Vorgänge über und unter Wasser gleichzeitig fotografieren zu können, hat er ein spezielles Kamerasystem inklusive Unterwassergehäuse und Blitz entwickelt.
Der Eintritt ist frei.















