Gemeinden im LandMobil-Projekt stehen fest
Engstingen und Münsingen sind Pilotgemeinden und setzen Modellprojekte zur Verbesserung der Anschlussmobilität im ländlichen Raum um.
Die Gemeinde Engstingen und die Stadt Münsingen werden bis Ende 2022 gemeinsam mit dem Landratsamt erproben, wie die Anschlussmobilität im ländlichen Raum, also die erste und letzte Meile zu Mobilitätsknotenpunkten, verbessert werden kann.
Die erweiterten Mobilitätsangebote beider Orte sollen noch dieses Jahr starten. Sowohl in Engstingen, als auch in Münsingen wird ein E-Carsharing-Fahrzeug stationiert, welches sowohl von Bürgern als auch von Touristen genutzt werden kann. Zusätzlich wird ein E-Bikesharing eingerichtet. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wird der Start des geplanten Mitfahrnetzwerkes vorerst verschoben. Auf einer Homepage, die über alle Browser und über das Smartphone erreichbar ist, werden alle Mobilitätsangebote eingepflegt und miteinander verknüpft. Über diese so genannte „intermodale Routingplattform“ können dann Routen abgerufen werden, welche die neuen Mobilitätsangebote sowie Fahrten des ÖPNV miteinander kombinieren und entsprechende Routenvorschläge ausgeben.
Die Bürgerinnen und Bürger der beiden Gemeinden werden zum Start der Mobilitätsangebote in Veranstaltungen umfangreich informiert. Sie haben dabei die Möglichkeit sich mit den Projektverantwortlichen auszutauschen und erhalten die Gelegenheit die neuen Mobilitätsangebote auszuprobieren. Die Veranstaltungstermine werden rechtzeitig bekannt gegeben
Landrat Dr. Ulrich Fiedler freut sich über dieses innovative Vorhaben zur Gestaltung der Mobilitätswende: „Der Landkreis Reutlingen beweist mit diesem Projekt, dass neuartige Ansätze und Sharing-Modelle nicht nur für Großstädte geeignet sind, sondern darüber hinaus großes Potential für den ländlichen Raum haben. Wie wir dieses Potential nutzen können, wollen wir mit LandMobil herausfinden.“
Die Amtsleiterin des Kreisamtes für nachhaltige Entwicklung im Landratsamt Reutlingen, Gabriele Queisser, freut sich über die Teilnahme der beiden Gemeinden: „Mit Engstingen und Münsingen haben wir zwei engagierte Partner gewonnen, mit denen wir gemeinsam das Modellprojekt umsetzten werden. Ich bin überzeugt, dass die Ergebnisse aus dem LandMobil-Projekt auch anderen Gemeinden bei der Verbesserung einer nachhaltigen Mobilität im ländlichen Raum helfen können.“
Mike Münzing, Bürgermeister der Stadt Münsingen ergänzt: „Ich freue mich, dass die Stadt Münsingen als Modellgemeinde für das Projekt LandMobil ausgewählt wurde. Als Modellregion für nachhaltige Entwicklung spielt auch die Mobilitätsfrage eine wichtige Rolle. Die Stadt Münsingen als Mittelzentrum auf der Schwäbischen Alb ist Mobilitätsdrehscheibe für viele Menschen in der Region. Bereits in den vergangenen Jahren wurde viel in die E-Mobilität investiert. Das Projekt bietet die Möglichkeit, Münsingen auch weiterhin zu einem wichtigen Akteur der Mobilitätswende auszubauen.“
Der Bürgermeister der Gemeinde Engstingen, Mario Storz führt aus: „Das Projekt „LandMobil“ bietet uns die einmalige Möglichkeit, das bestehende Angebot im öffentlichen Personennahverkehr mit dem Individualverkehr zu vernetzen und neue Mobilitätsangebote wie Bike- und Car-Sharing in unserer Gemeinde zu etablieren. Für die Gemeinde Engstingen mit ihrer zentralen Lage ist dieses Projekt passgenau und optimal im Sinne einer zukunftsorientierten Mobilität.“
Alle Informationen zum Projekt finden Sie auf der Homepage des Landkreises Reutlingen im Themenbereich „Nahverkehr und Mobilität“. Dort werden kontinuierlich neue Informationen eingepflegt. Auch auf den Internetauftritten der Gemeinden Münsingen www.muensingen.de und Engstingen www.engstingen.de finden Sie aktuelle Informationen zu LandMobil. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages.
