Spielzeit 2021/2022 der Württembergischen Philharmonie Reutlingen
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Das Auftaktkonzert zur neuen Spielzeit bestreitet die Württembergische Philharmonie Reutlingen (WPR) gleich mit einem hochkarätigen Weltklassesolisten: Der Geiger Frank Peter Zimmermann gastiert einmal mehr beim Reutlinger Orchester, diesmal mit eher selten zu hörenden virtuosen Werken von Bohuslav Martinů und Béla Bartók (20.9.2021). Am Pult steht dann bereits zum dritten Mal Ariane Matiakh, deren letzte Gastspiele beide pandemiebedingt im Livestream übertragen werden mussten. Die französische Dirigentin gehört – wie auch andere, die das Orchester zuletzt dirigierten und noch als Gäste eingeladen sind - zum Kandidatenkreis für den Chefdirigentenposten in Nachfolge des im Herbst 2020 ausgeschiedenen Fawzi Haimor, über den noch vor Jahresende entschieden werden soll. Als Abschiedskonzert für den Amerikaner wird die in der letzten Saison wegen Corona ausgefallene 3. Sinfonie von Gustav Mahler unter seiner Leitung nachgeholt (20.6.22).
Allerhand Neues und Ungewohntes findet sich zwischen diesen beiden Terminen in der Sinfoniekonzertreihe: So erklingt im Oktober die Deutsche Erstaufführung eines fragmentarischen Klavierkonzerts des Rumänen George Enescu, das die Pianistin Alexandra Dariescu erst unlängst uraufgeführt hat (18.10.21). Am Pult steht Leo McFall. Eine Uraufführung erwartet das Publikum dann im Dezember mit einem Werk des Reutlinger Komponisten Veit Erdmann-Abele. Im selben Konzert unter Leitung von Vladimir Kulenovic ist Sabine Meyer mit dem 1. Klarinettenkonzert von Carl Maria von Weber zu hören (6.12.21). Gleich im Februar folgt eine weitere Deutsche Erstaufführung, dann von Gregor Mayrhofers Recycling Concerto für die Schlagzeugerin Vivi Vassileva und ein ausschließlich aus wiederverwerteten Materialien gebasteltes Instrumentarium (7.2.22). Damit verbindet die WPR gleich eines ihrer Musikvermittlungs-Programme und lädt Jugendliche der Reutlinger Musikschule dazu ein, selbst aktiv zu werden und aus gesammelten Materialien Instrumente zu basteln. In Zusammenarbeit mit Vivi Vassileva und Gregor Mayrhofer erklingt das Ergebnis dann in einem eigens dafür anberaumten „Entdeckerabend“, der dem Sinfoniekonzert zwei Tage vorgeschaltet ist (5.2.22).
Weitere namhafte Gäste des Orchesters in dieser Reihe sind Alexander Lonquich der als Pianist und Dirigent mit Werken von Mendelssohn Bartholdy und Ludwig van Beethoven zu hören sein wird (15.11.2021), Anne Schwanewilms mit den Vier letzten Liedern von Richard Strauss (7.3.22), Veronika Eberle mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms und der Cellist Wolfgang E. Schmidt mit dem Cellokonzert von Edward Elgar.
In der Kaleidoskop-Reihe, die sich Musikstilen jenseits des sinfonischen Repertoires verschrieben hat, sind die Schauspieler-Sänger Katharine Mehrling (mit einem Edith-Piaf-Programm am 25.11.21) sowie Dominique Horwitz mit seinem Programm „Me and the Devil“ (30.6.22) zu Gast, das virtuose Komikerduo Igudesman&Joo bringt seine Big Nightmare Music auf die Bühne (17.2.22) und die Band Hildegard Lernt Fliegen um den schweizerischen Stimmakrobaten Andreas Schaerer kommt mit ihrem ausgefallenen Orchesterprogramm „The Big Wig“ in die Stadthalle. Aber auch ein Zusammentreffen von Bach mit Piazzolla (30.9.21) oder von Urban Dance mit Klassik (19.5.22) sind geplant. Nachgeholt werden ferner das durch die Pandemie ausgefallene Weihnachtskonzert mit der Schauspielerin Claudia Michelsen (16.12.21) und das Tango-Programm mit der finnischen Band Uusikuu (24.3.22).
Checker Tobi alias Tobias Krell wird mit einem Programm „Einer für alle, alle für einen!“ eines der WPR-Familienkonzerte bestreiten (29.5.22), weitere Programme für Kinder und Familien sind mit dem Wiener Kinderkonzertmoderator Marko Simsa geplant, darunter ein vom Bund (BKM) gefördertes Sonderprojekt für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche.
Last not least: Das preisgekrönte Livestream-Quizformat „Netz-Werk-Orchester“ geht in zwei weitere Runden: Ende Oktober spielen Gymnasiasten des Albgymnasiums Hohenstein gegen die Reutlinger Wirtschaftsjunioren (28.10.21), im Mai (13.5.22) treten Mannschaften aus der badischen Gemeinde Wollbach gegeneinander an.
Gastspiele des Orchesters nach Luzern, Zürich, Berlin und Amsterdam vervollständigen die Spielzeit, die – hoffentlich – ohne größere Pandemiebeschränkungen durchgeführt werdenkann.
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