Kleine Naturforscher nahmen Burg Katzenstein in Besitz
Das Aprilwetter wurde am Sonntag auf Burg Katzenstein zwar seinem Ruf gerecht, aber davon ließen sich die rund 1.500 Besucher des 3. GeoPark-Festes nicht abschrecken. Die kleinen und großen Gäste klopften Fossilien was das Zeug hielt und beteiligten sich mit Begeisterung an den Mitmachaktionen der GeoPark-Infostellen und Landschaftsführer.
Pünktlich zu feierlichen Eröffnung durch den Vorsitzenden des GeoPark-Vereins Hartmut Melzer und den Dischinger Bürgermeister Alfons Jakl brach der erste Regenschauer über die Burg Katzenstein herein und bestätigte, dass das Wetter beim dritten GeoPark-Fest nicht perfekt werden würde. Doch „auch wenn der Himmel weint, ist heute für mich als Vorsitzender des GeoParks ein Freudentag" bekräftigte Hartmut Melzer und wies darauf hin, welch positive Entwicklung der noch junge GeoPark in den letzten Jahren vollzogen habe. Das GeoPark-Fest konnte sich mit der dritten Auflage auf Burg Katzenstein endgültig etablieren und auch das Netzwerk der über die gesamte Schwäbische Alb verteilten GeoPark-Infostellen konnte im letzten Jahr um drei neue Einrichtungen auf 17 Infostellen erweitert werden. Damit trage der GeoPark zum gemeinsamen Ziel bei, die Schönheit der Schwäbischen Alb bekannt und erlebbar zu machen. Alfos Jakl bestätigte, dass auch die Gemeinde Dischingen daran arbeite, die Attraktivität der Region nach außen zu tragen und zeigte sich in diesem Zusammenhang sehr erfreut über die positive Entwicklung der Burg Katzenstein, die diese unter Führung der Familie Walter seit 2006 vollzogen hat. Herr Landrat Reumann (Vorsitzender des Schwäbische Alb Tourismusverbandes), der ebenfalls anwesend war, ließ es sich nicht nehmen, die Entwicklung des GeoParks auch aus Sicht des Tourismusverbandes zu loben. Zusammen mit dem Biosphärengebiet und dem Weltkulturerbe Limes sorge der GeoPark für drei UNESCO-Auszeichnungen auf der Schwäbischen Alb. Gleich drei solcher Zertifikate in einer Region zu vereinen sei einmalig in Deutschland.
Nach der offiziellen Eröffnung konnten sich die Besucher sofort selbst davon überzeugen, welch vielseitige Attraktionen die Schwäbische Alb zu bieten hat. Ob Fossilien suchen auf dem Klopfplatz der Firma Holcim, Steinzeitschmuck und -werkzeug basteln beim Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren, Schnecksand sieben beim Meteorkratermuseum Steinheim oder Rätselraten bei der Kräuterwelt der Firma ALB-GOLD, die großen und kleinen Naturforscher waren begeistert bei der Sache. Auch die Fossiliensammlung und Schaupräparation der Geologengruppe Ostalb, das Jagen mit dem Eiszeitjäger und die Sammler des Riffmuseums Gerstetten zogen die Kinder und Eltern in ihren Bann. Die übrigen Stände waren ebenfalls gut besucht, was bei der Fülle der kreativen Aktionen, die von den GeoPark-Infostellen und Landschaftsführern angeboten wurden, kein Wunder war.
Der Erfolg des GeoPark-Festes, der sich nach den ersten beiden Veranstaltungen in Bad Boll und Neuhausen ob Eck wiederholen konnte, gibt der Idee recht. Das vierte GeoPark-Fest 2013 ist bereits in Planung und wird im nächsten Jahr voraussichtlich in der neuen GeoPark-Infostelle im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb stattfinden.

