Mythos Schwäbische Alb
16.04.2021

Misteln als Glücksbringer aus den Streuobstwiesen

© Schwäbisches Streuobstparadies e.V.
© Schwäbisches Streuobstparadies e.V.

© Schwäbisches Streuobstparadies e.V.

Ein großartiges Ergebnis aus dem Mistelverkauf im Einzelhandel für den Förderverein krebskranke Kinder Tübingen e.V.

Ein großartiges Ergebnis aus dem Mistelverkauf im Einzelhandel für den Förderverein krebskranke Kinder Tübingen e.V.

Im vergangenen Dezember hat der Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. eine Aktion ins Leben gerufen, welche Misteln aus heimischen Streuobstwiesen des Vereinsgebiets in den Einzelhandel brachte. Insgesamt 17 Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter unterstützen das Projekt und belieferten verschiedene Märkte der Region, um Natur und Mensch etwas Gutes zu tun.

Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies spendet seinen kompletten Erlös an den Förderverein krebskranke Kinder Tübingen e.V.. Auch die Mistellieferanten und Märkte waren aufgerufen einen Teil ihres Gewinns zu spenden. Die Aktion fand großen Zuspruch.

Insgesamt wurde bei der Verkaufsaktion, inklusive zusätzlicher privater Spenden, eine Summe von 3.146,96 Euro erwirtschaftet, welche nun an den Förderverein krebskranke Kinder Tübingen e.V. überreicht wird.

Besonderer Dank gilt dabei den Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter, ohne deren Tatkraft die Aktion nicht möglich gewesen wäre. Ebenfalls gebührt den EDEKA Koch-Märkten in Rosenfeld, Balingen, Bisingen und Meßstetten, die ihren gesamten Gewinn gespendet haben, großer Dank. Eine vollständige Liste der Spenden- und Kooperationspartner der Aktion finden Sie auf der Homepage des Schwäbischen Streuobstparadieses unter: www.streuobstparadies.de/Service/Neuigkeiten/

Die Mistel, die in der Vorweihnachtszeit eine beliebte Dekoration darstellt, ist gleichzeitig in Baden-Württemberg eine akute Gefahr für die Streuobstbestände. Als Parasit lebt sie auf den Streuobstbäumen und führt durch Wasser- und Mineralienentzug der Wirtspflanze zu verminderter Wuchsleistung und nicht selten zum Absterben der Bäume. Ursachen für die starke Ausbreitung der Mistel sind unter anderem die unregelmäßige Pflege von Streuobstbeständen, klimatische Aspekte, sowie die Annahme, die Laubholz-Mistel stehe unter besonderem Schutz – dem ist jedoch nicht so. Misteln können zu jeder Jahreszeit aus den Baumkronen entfernt werden.

Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V.

Die Streuobstwiesen zwischen Alb und Neckar bilden mit rund 26.000 ha eine der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaften Europas. Die 1,5 Millionen Obstbäume im Schwäbischen Streuobstparadies sind zu jeder Jahreszeit ein besonderer Genuss. Die jahrhundertealte Landschaft Streuobstwiese ist darüber hinaus ein besonderer Kulturschatz und verfügt über eine enorme Vielzahl an Brennereien und Mostereien, Lehrpfaden, Obstfesten, spannende Museen u.v.m.. Darüber hinaus prägen Streuobstwiesen unsere Landschaft und sind Lebensraum für über 5.000 Tier- und Pflanzenarten sowie Naherholungsgebiet für Jung und Alt. 

Annähernd 300 Akteure aus den Landkreisen Böblingen, Göppingen, Esslingen, Reutlingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis haben sich im Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. zusammengeschlossen, mit dem Ziel diesen Schatz zu erhalten und zu vermarkten. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich in Bad Urach.

Kontakt:
Schwäbisches Streuobstparadies e.V., Bismarckstraße 21, 72574 Bad Urach,
E-Mail: kontakt@streuobstparadies.de

Datum

16.04.2021

Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb im Landkreis Reutlingen e.V.
Bismarckstraße 21, 72574 Bad Urach

Telefon +49 7125 15060-0, info@mythos-alb.de