Mythos Schwäbische Alb
26.10.2020

UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb erhält Bundesförderung für das Projekt "Geocaching-Tour"

Schelklingen, 16. Oktober 2020 Auf Beschluss des Bundestags werden dieses Jahr erstmals Projektmittel vom Auswärtigen Amt in die Förderung der sechs deutschen UNESCO-Geoparks fließen. Die Deutsche UNESCO-Kommission setzt die Fördermaßnahme in Höhe von knapp 200.000 Euro um.

Fünf Projekte werden von September bis Dezember 2020 gefördert darunter auch ein Projekt des UNESCO-Geoparks Schwäbische Alb. Dabei handelt es sich um eine Geocaching-Tour, welche die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGS) spielerisch in Szene setzt. Im ersten Schritt wird für den Landkreis Reutlingen ein Pilotkonzept erarbeitet mit dem Ziel, es zukünftig auf weitere Alb-Landkreise zu übertragen. Das Pilotkonzept wird mit 15.000 Euro gefördert.

"Diese Projektförderung ist ein wichtiges Signal vom Bund. Die UNESCO-Geoparks greifen aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung aufMarkus Möller (Vorsitzender UNESCO-Geopark Schwäbische Alb und Erster Landesbeamter Alb-Donau-Kreis). Dr. Franziska Huttenlocher (Landratsamt Reutlingen/Kreisamt für nachhaltige Entwicklung) erklärt: "Wir freuen uns sehr, dass unser gemeinsames Projekt mit dem Geopark Schwäbische Alb diese Fördermaßnahme des Bundes erhält".

Das Projekt "Geocaching-Tour"

Geocaching ist eine Art moderne Schnitzeljagd, bei der versteckte "Schätze" gesucht werden. Die Geokoordinaten dieser Schätze - Caches oder Geocaches genannt - werden im Internet veröffentlicht. Mitspieler*innen können sich mit einem GPS-Gerät oder Smartphone auf die Suche nach den Caches machen. Üblicherweise besteht ein Cache aus einem Behälter mit einem Logbuch, in dem sich die erfolgreichen Finder*innen eintragen können. Geplant ist die Eröffnung der Tour im Rahmen der Nachhaltigkeitstage (N!-Tage) Baden-Württemberg 2021, die normalerweise jährlich im Mai/Juni stattfinden.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs Sustainable Development Goals) der Agenda 2030 wurden 2015 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung von den Vereinten Nationen verabschiedet. Sie sind politische Zielsetzungen, welche weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Städte, Kommunen und Landkreise sind zentrale Treiber bei der Umsetzung dieser Ziele. Die geplante Geocaching-Tour soll der Bevölkerung auf spielerische Weise das Thema Nachhaltige Entwicklung und die 17 Nachhaltigkeitsziele vermitteln. Die Auseinandersetzung mit dem Thema soll ein Umdenken bewirken. Die Caches werden neben Informationen zu den einzelnen SDGs auch Tipps für eine nachhaltige Lebensweise enthalten.

Pressemitteilung der UNESCO Die UNESCO-Pressemitteilung vom 5. Oktober 2020 gibt Auskunft über weitere Details des Förderprogramms. Sie ist unter folgendem Link abrufbar: www.une sco.de/kultur und natur/geoparks/geoparks deutschland/erstmals foerderung aus bundesmitteln

Datum

26.10.2020