Mythos Schwäbische Alb
13.10.2021

Weitergabe des „Wireballs“: Landrat Dr. Ulrich Fiedler gibt Klimaversprechen ab

Landrat Dr. Ulrich Fiedler nimmt den „Wireball“ von Oberbürgermeister Thomas Keck an

Oberbürgermeister Thomas Keck hat am Mittwochvormittag den „Wireball“, einen fußballgroßen Drahtball, der in Anlehnung an den durch Deutschland rollenden, menschengroßen Wireball bei jeder Übergabe von einem Klimaversprechen begleitet wird, an Herrn Landrat Dr. Ulrich Fiedler übergeben.

In seinem Klimaversprechen nahm Dr. Ulrich Fiedler auf einen Kreistagsbeschluss aus dem Sommer 2020 Bezug, mit dem sich der Kreis ein wichtiges Ziel gesetzt hat: Bis spätestens 2040 soll die Landkreisverwaltung weitgehende Klimaneutralität erreichen. Landrat Dr. Fiedler versprach: „Mein Team und ich werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass wir die Klimaneutralität der Landkreisverwaltung deutlich vor 2040 erreichen. Ein Meilenstein auf dem Weg zur Erfüllung des Versprechens ist der Neubau des Landratsamts.“ 

Besonders innovativ wird beispielsweise die Wärmeversorgung des Gebäudes auf Basis einer Sole-Wasser-Wärmepumpe sein. Die Dachflächen des Neubaus werden vollflächig mit Photovoltaik ausgestattet und begrünt. Damit kann ein jährlicher Ertrag von bis zu 438.000 kWh erzielt werden. Die auf diese Weise erzeugte Energie soll hauptsächlich zur Eigennutzung verwendet werden, Überschüsse werden in das öffentliche Netz gespeist. Nach ersten Berechnungen wird das Landratsamt die Treibhausgasemissionen seiner Gebäude von aktuell rund 700t CO2 mit dem Neubau um fast die Hälfte auf rund 418t CO2 reduzieren können.

Bei der Weitergabe des „Wireballs“ an den Landrat erneuerte der Reutlinger Oberbürgermeister Thomas Keck sein Klimaversprechen, „die Verkehrswende, allen voran die Realisierung der Regionalstadtbahn, in Reutlingen weiter tatkräftig voranzubringen.“

Der „Wireball“ ist ein Projekt des Vereins „My Promise Mother Earth“ im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Glasgow. Der Verein möchte auf diese Weise mindestens eine Million Versprechen zu sammeln, mit dem jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeit seinen individuellen Beitrag zur Lösung der Klimakrise verspricht und auf der Homepage des Vereins hinterlegt: https://mypromise.earth/promises

Die Unwetterereignisse im Juni und Juli im Reutlinger Stadtgebiet und im gesamten Landkreis zeigen: Der Klimawandel beginnt vor unserer Haustüre. Oberbürgermeister Thomas Keck warb nochmals für die Teilnahme an der Klimawette, bei der jeder und jede durch Veränderungen im Alltag konkret CO2-Emissionen einsparen kann, z.B. durch

  • Wechsel zu zertifiziertem Ökostrom [ungefähre Ersparnis für eine Person: 0,7 t [CO2/a]
  • Glühlampen durch LEDs ersetzen [0,2 tCO2/a]
  • Kürzer Duschen [0,1 tCO2/a]
  • Kurzstrecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad [0,3 tCO2/a]
  • Autoreifen checken [0,2 tCO2/a]
  • Eine fleischhaltige Mahlzeit pro Woche weniger [0,1 tCO2/a]
  • Regional, saisonal und bio einkaufen [0,3 tCO2/a]

Weitere Informationen und seine ganz persönlichen Klimaschutzmaßnahmen kann jeder über den CO2-Fußabdruckrechner auf der Homepage der Klimawette erfassen:

https://www.dieklimawette.de/kommunale-klimawetten/baden-wuerttemberg

https://co2avatar.org/co2avatar-app/user/register-fast

 

Datum

13.10.2021

Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb im Landkreis Reutlingen e.V.
Bismarckstraße 21, 72574 Bad Urach

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